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Auf ein Wort...

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.

Ps 42,3

Was heißt das und welche Sehnsucht liegt in diesen Zeilen?

Die Seele dürstet nach Gott. Was bedeutet es, richtig durstig zu sein? Seinen Durst zu stillen ist etwas Elementares. Es ist überlebenswichtig. Seinen Durst nicht stillen zu können, bedeutet Schmerz. Das Dürsten der Seele nach Gott bedeutet Seelenschmerz. Es ist wie ein Schmerzensschrei der Seele nach Gott. Die Sehnsucht zur Überwindung dieses Schmerzes, der mein ganzes Wesen, mein innerstes Ich trifft, bezieht sich aber nicht auf irgendeinen Gott. Sie bezieht sich auf einen lebendigen Gott. Ein Gott, der nur ein Gedanke oder ein Ideal ist, kann diesen Durst niemals stillen. Es geht auch nicht darum, dass ich nur etwas von Gott bekomme oder dass meine Gebete erhört werden. Es geht darum, Gott nahe zu sein. Seine Lebendigkeit zu spüren.

Hier ist jemand auf der Suche nach etwas, das er einst kannte und nun schmerzlich vermisst. Hier sehnt sich jemand nach der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott. Diese Gemeinschaft spiegelt sich zugleich immer in der Gemeinschaft von Menschen wider. Ein lebendiger Gott zeigt sich mir durch andere Menschen. Die Begegnung mit Gott führt mich zu meinem Nächsten. Die Sehnsucht nach der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott ist die Sehnsucht nach Leben. Einem friedvollen Leben in einer Gemeinschaft, in der ich mich geborgen fühle und für die ich mich engagiere.

Nicht jeder Durst lässt sich sofort stillen. Eine „Durststrecke“ macht uns unsere Sehnsüchte erst besonders deutlich. Sie lässt unsere Seele schreien. Lebendig werden wir, wenn wir diese Sehnsucht nicht zum Schweigen bringen, nicht verdrängen oder unterdrücken. Leidenschaft und Sehnsucht lässt uns leben. Im Hier und Jetzt. In der Hoffnung und im Bemühen für ein gemeinsame, gerechte und friedliche Zukunft.

Diakon Marc Amende | Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule der Diakonie

Wochensprüche / Wochenlieder

  • 3. So. nach Trinitatis (03.07.)
    Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. | Lk 19,10
    EG 353 Jesus nimmt die Sünder an / EG.E 17 Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt
  • 4. So. nach Trinitatis (10.07.)
    Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. | Gal 6,2
    EG 428 Komm in unsre stolze Welt / EG 495 O Gott, du frommer Gott
  • 5. So. nach Trinitatis (17.07.)
    Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. | Eph 2,8
    EG 241 Wach auf, du Geist der ersten Zeugen / EG 313 Jesus, der zu den Fischern lief
  • 6. So. nach Trinitatis (24.07.)
    So spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! | Jes 43,1
    EG 200 Ich bin getauft auf deinen Namen / EG.E 10 Ich sage Ja zu dem, der mich erschuf
  • 7. So. nach Trinitatis (31.07.)
    So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. | Eph 2,19
    EG 320 Nun lasst uns Gott dem Herren / EG 418 Brich dem Hungrigen dein Brot

 

Morgenlicht leuchtet

Erstes Rot am Himmel.
Ich will das Morgenlicht begrüßen.
Mein Weg führt zu den Dünen,
entlang der Deichwiesen.
Leises Rufen einer Graugans – ein Antwortruf.
Dann wieder Stille.
Etwas weiter erhebt sich eine Möwe,
zieht einen Kreis - lässt sich nieder.
Zwei andere steigen auf - ziehen ihre Kreise - kommen zurück
In einem Tümpel spiegeln sich die Farben des Himmels.
In der Nähe ruht eine Gruppe Kühe.
Eine erhebt sich halb, bewegt den Kopf,
legt ihn auf den Rücken der Nachbarin.
Der Himmel beginnt immer mehr zu leuchten:
Rot – orange – gelb – zartes rosa – himmelblau.
Nach einer Weile verblassen die Farben.
Die letzte Dunkelheit der Nacht
schiebt sich zusammen und zerflattert.
Der Himmel eher farblos und kühl.
Dann konzentriert sich alles auf einen Punkt:
Über dem Watt zwischen
Amrum und Föhr
Geht die Sonne auf.

©Sr. Ingrid Hufnagel

 

 

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